Konsistenztheorie • Definition | Gabler Wirtschaftslexikon

Konsistenztheorie. Menschliche Entscheidungen und Verhalten sind von dem Bedürfnis geprägt, konsistent zu sein. Konsistenz bedeutet, an einer einmal getroffenen Entscheidung festzuhalten oder in Übereinstimmung mit früherem Verhalten zu handeln. Die Gesellschaft bewertet konsistentes Verhalten als positive Charaktereigenschaft. Während Personen, deren Entscheidungen und Verhalten nicht Konsistenztheorien, fassen alle jene psychologischen Theorien zusammen, die der Stimmigkeit, Verträglichkeit oder Harmonie von Kognitionen (z.B. Wahrnehmungen, Erinnerungen, Einstellungen, Urteilen) eine motivierende Rolle zuschreiben. Historisch gehen die Konsistenztheorien auf die Gestaltpsychologie zurück, in der für die menschliche Wahrnehmung ein Streben nach einem stimmigen, in sich Klaus Grawe hat mit seiner Konsistenztheorie (2000, 2004) versucht, das psychische Funktionieren des Menschen vor dem Hintergrund der Befriedigung psychologischer Grundbedürfnisse, zu erklären. Er bemühte sich hierbei, seine Theorie erfahrungswissenschaftlich zu untermauern. Grawe zufolge streben alle Organismen nach Konsistenz, d.h. nach einer Passung zwischen den inneren Bedürfnissen WikiZero Özgür Ansiklopedi - Wikipedia Okumanın En Kolay Yolu . Die Konsistenztheorie von Klaus Grawe (1998, 2004) versucht Aspekte des psychischen Funktionierens des Menschen psychologisch zu erklären. Dabei bemühte sich Grawe, die Theorie erfahrungswissenschaftlich zu untermauern. Nach der Konsistenztheorie ist das Streben nach Kongruenz Teil des am weitesten übergeordneten Prinzips des psychischen Funktionierens, dem Streben nach Konsistenz der psychischen Prozesse“ (Grosse Holtforth & Grawe, 2003, S. 316). Grawe hält fest, dass Inkongruenz die wichtigste Form der Inkonsistenz ist, „weil sich in ihr alle anderen Formen niederschlagen“ (Grawe, 2004, S. 343) und

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